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NABU Wappenvogel in Keula und Spohla willkommen

Weißstörche auf dem Nest in Keula – Foto: Peter Schierack
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Weißstörche auf dem Nest in Keula – Foto: Peter Schierack

Weißstörche gehören in den Dörfern entlang von Schwarzer Elster und Schwarzwasser zu den vertrauten Großvögeln. In den grundwassernahen Flußauen finden sie noch ausreichend Nahrung zur Aufzucht ihrer Jungen. Störche bauten früher ihre Nester auf Bäumen oder strohgedeckten Dächern. Später wurden Nisthilfen auf Ziegeldächern gebaut und heute befinden sich die meisten Storchennester auf Masten mit künstlichen Nisthilfen. Manchmal gibt es heftige Kämpfe um die Nester, deshalb werden den Störchen zusätzliche Nisthilfen angeboten.

In meinem Heimatdorf Keula wurde ein Betonmast mit Nestunterlage im März 2020 vom NABU errichtet, als Ersatz für das Nest auf einer Linde, wo ein Storchenpaar von 2015 bis 2017 brütete. Danach ist das Nest abgestürzt. Neben dem Brutpaar auf einem Eisenmast im Garten bei Kubaink suchen jedes Jahr weitere Störche nach geeigneten Nistunterlagen. Voriges Jahr im August konnte man öfters ein Paar auf dem  zerfallenen Nest sehen. Die warme Witterung am 11.Februar wurde genutzt, um das marode Storchennest zu reparieren. Beim Rückschnitt der Kopfweiden in unserem Garten wurden gleich Weidenruten für das Storchennest gebündelt. Nun brauchten wir noch eine Hebebühne. Dank der Dachdeckerfirma Schlegel / Koplanski konnten die Arbeiten schnell erledigt werden.

Das Weißstorchnest in Keula wird repariert (16.8.25) – Foto: Herbert Schnabel
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Das Weißstorchnest in Keula wird repariert (16.8.25) – Foto: Herbert Schnabel

Auch in Spohla wurde 2012 ein zweites Storchennest auf einem Betonmast errichtet. Das Nest wurde gleich von einem zweiten Paar besetzt und 2015 und 2017 flogen auch Junge aus. Danach wurde das Nest nur noch von Einzelstörchen besucht und das Nest ist in den letzten Jahren zerfallen. Die Anwohner wünschen sich ihre „Glücks-Störche“ zurück, aber dazu musste erst mal das Nest neu aufgebaut werden. Die rührige ehemalige Ortsvorsteherin Ramona Maul bemühte sich voriges Jahr intensiv um Hilfe, aber trotz zahlreicher Anfragen bei Behörden war eine schnelle Lösung nicht möglich. Die schnelle Hilfe kam jetzt vom NABU Wittichenau. Ein stabiles Gerüst aus Haselnuss als Unterbau für das neue Nest wurde schnell zusammengebaut, denn im Zuge des Rückbaus der Freileitung im Ort sollte das Nest Ende 2025 aufgebaut werden. Dazu ist es aber nicht gekommen und die ersten Störche könnten ab März aus ihren Winterquartieren bei uns eintreffen.

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Weißstorch Nest Spohla 14.02.2026, das ganze Nistmaterial ist rausgefallen, die Freileitung noch nicht zurückgebaut – Foto: Herbert Schnabel
Weißstorch Nest Spohla 14.02.2026, das ganze Nistmaterial ist rausgefallen, die Freileitung noch nicht zurückgebaut – Foto: Herbert Schnabel
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Weißstorchnest Spohla Reparatur 23.02.2026_1A, auf der Hebebühne Andre Schlegel von der Dachdeckerfirma Schlegel/Koplanski und Herbert Schnabel beim Neuaufbau des Nestes – Foto: Ramona Maul
Weißstorchnest Spohla Reparatur 23.02.2026_1A, auf der Hebebühne Andre Schlegel von der Dachdeckerfirma Schlegel/Koplanski und Herbert Schnabel beim Neuaufbau des Nestes – Foto: Ramona Maul
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Weißstorchnest Spohla Reparatur 23.02.2026, fertiges Nest, die Störche können kommen und weiterbauen – Foto: Herbert Schnabel
Weißstorchnest Spohla Reparatur 23.02.2026, fertiges Nest, die Störche können kommen und weiterbauen – Foto: Herbert Schnabel

Am 23. Februar wurde der Unterbau auf dem Eisenrad befestigt und mit 40 Bündel Weidenruten ausgelegt. Wieder kam unkomplizierte Hilfe von der Dachdeckerfirma Schlegel / Koplanski, welche die Hebebühne bereit stellte und gleich noch beim Nestaufbau half. Nun hoffen alle auf die Rückkehr der Störche. Sie werden sicher wieder wie früher mit einem Storchenfest begrüßt.

Herbert Schnabel, NABU Wittichenau



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