Familienwanderung
Dubringer Moor
Seit vielen Jahren führt die NABU-Regionalgruppe Wittichenau in den Sommerferien Naturwanderungen im Dubringer Moor durch. Dieses Jahr fand die Wanderung am 26.07.2026 statt. Sie wurde von Hagen Rothmann geführt, welcher als langjähriger Kenner den interessierten Besuchern viele wissenswerte Daten und Fakten zur Entstehung und zur Entwicklung des bedeutendsten und artenreichsten Moorgebietes Sachsens erzählen konnte.
Das Schutzgebiet umfasst rund 1.700 ha und besteht aus Zwischen- und Flachmooren, Moorwäldern, Teichen, Grünland und Heideflächen. Es ist sowohl Naturschutzgebiet als auch FFH- und Vogelschutzgebiet.
Der Vincenzgraben ist für das Gebiet besonders wichtig: Er ist der Hauptentwässerer des Dubringer Moores und führt das Wasser letztlich zur Schwarzen Elster. Es wurde sowohl der Wassermangel als auch der Eintrag von mooruntypischen Sedimenten durch bergbauliche Nutzung in der Umgebung und die damit einhergehende ungünstige Beeinflussung des Moores angesprochen.
Auch die Eigentumsverhältnisse der Flächen im Dubringer Moor waren Gesprächsthema. Etwa 800 ha gehören dem Kloster St. Marienstern, aber es gibt zahlreiche weitere Eigentümer. Herr Rothmann verdeutlichte bspw. wie wichtig und aufwändig der Einsatz von Fördermitteln in Kombination mit Gesprächen mit den Eigentümern zur sinnvollen schonenden Bewirtschaftung von Wiesenflächen im Dubringer Moor ist. Auch diese mäßige naturverträgliche Bewirtschaftung ist wichtig für den Erhalt der Landschaft.
Wie immer gab es einen Stopp auf dem NABU-Beobachtungsturm von welchem man einen guten Ausblick über das Wiesenmoor hat.
Das Dubringer Moor ist ein bedeutender Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten, insbesondere moortypische Arten sowie zahlreiche Vögel, Amphibien und Insekten. Es bildet einen großflächigen, zusammenhängenden Naturraum und wirkt als Biotopverbund. Außerdem speichern nasse Moore große Mengen Kohlenstoff und haben daher auch eine enorme Bedeutung für den Klimaschutz.

