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Foto: Annegret Miersch
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Foto: Annegret Miersch

Juwelen der Nasswiese – Unterwegs mit der NABU‑Gruppe Wittichenau

Auf einer feuchten Wiese bei Zeißholz zeigt sich jedes Jahr ein kleines Naturwunder. Zwei heimische Orchideenarten – das Gefleckte Knabenkraut und das Breitblättrige Knabenkraut – behaupten sich dort gegen Zeit, Wetter und menschliche Eingriffe. Dass sie es weiterhin tun, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Pflege durch die NABU‑Ortsgruppe Wittichenau.

Wieso die Orchideen Hilfe brauchen

Ohne Pflege würde die Wiese langsam verbuschen. Fachleute nennen diesen Prozess Sukzession. Erst wachsen Sträucher, später Bäume, und die typischen Wiesenpflanzen verschwinden. Gleichzeitig würde eine intensive landwirtschaftliche Nutzung – Düngung, häufige Mahd, eiweißreiche Grassaaten – die empfindlichen Arten schnell verdrängen. Um das zu verhindern, hat die NABU‑Gruppe bereits 1991 begonnen, Flächen zu kaufen und selbst zu bewirtschaften. Einmal im Jahr wird gemäht, das Schnittgut entfernt und die Wiese so offen gehalten.

Handarbeit statt Maschinen

Der Standort ist so feucht, dass Fahrzeuge einsinken würden. Deshalb wird die Mahd ausschließlich mit Freischneider und Balkenmäher erledigt. Das Mähgut wird auf Planen gesammelt und an den Rand gezogen. Eine körperlich anspruchsvolle Arbeit, die ohne viele Hände kaum zu schaffen wäre.

In diesem Jahr kamen am Samstag, den 01.08.2026 über 30 Freiwillige aus Wittichenau, Hoyerswerda, Lauta, Ruhland und Dresden. Zwischen Grasbüscheln und Orchideenblättern wurde geschnitten, geharkt, getragen. Wenn dabei Tiere aufgeschreckt wurden, wussten Iris John oder Rangerin Nicola Glaser sofort, was da gerade über die Wiese huschte. Wissen, das besonders die jüngeren Helfer beeindruckte. 

Pause am Wiesenrand

Damit die Kräfte nicht nachließen, gab es am Rand der Fläche eine kleine Stärkung, vorbereitet von den „guten Feen“ des Einsatzes. Eine davon wird künftig fehlen, was die Gruppe spürbar bewegte.

Am Ende des Tages liegt die Wiese wieder frei und offen da. Davon profitieren nicht nur die Orchideen, sondern viele Pflanzen- und Tierarten dieser Nasswiese. Ein Stück Natur, das bleibt, weil Menschen es jedes Jahr aufs Neue erhalten.

Siegbert Matsch

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– Foto: Iris John
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– Foto: Annegret Miersch
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– Foto: Annegret Miersch
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